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Geschichtliches
Streifzug durch die Geschichte von Oberlungwitz

Dort, wo sich heute die Stadt Oberlungwitz mit ca. 7 km entlang des Oberlaufes des Lungwitzbaches erstreckt, bedeckte vor mehr als 800 Jahren undurchdringlicher Urwald, der so genannte Miriquidi, unsere Gegend. Die natürliche Vegetation ist der Mischwald. Er fiel von 1250 an der Besiedlung durch deutsche Bauern aus dem fränkischen Maingebiet zum Opfer. Die seit ewigen Zeiten bestehende Naturlandschaft wurde damit zur Kulturlandschaft.

Die Siedler übernahmen den sorbischen Bachnamen und nannten die im Lungwitzbachtal entstandene Siedlung Lungwitz, später Langenlungwitz, zu deutsch Wiesenbach bzw. Ort am Wiesenbach. Später zerfiel die Siedlung in drei Orte. Der Oberlauf des Baches wurde für uns bestimmend. Der Herrscher über den neuen Siedlungsraum, der Waldenburger Feudalherr Anarch I., verschenkte 1273 Teile von Oberlungwitz an das Kloster zu Grünhain im Erzgebirge. Die Schenkungsurkunde ist der älteste vorhandene Nachweis von Oberlungwitz. Seit diesem Jahr gab es zwei Gemeinden:

Oberlungwitz und Abtei-Oberlungwitz.

Erst im Jahre 1890, also 617 Jahre später, erfolgte der Zusammenschluss beider Teile.

Der Tatsache, dass sich zwei auch heute noch bedeutende Verkehrswege in Oberlungwitz kreuzen, und zwar die B 173 von West nach Ost und die B 180 von Nord nach Süd, ist es zu verdanken, dass sich Oberlungwitz zum größten Ort im gesamten Bachtal entwickelte.

Die Lage an der Hofer Straße (B 173) wurde dem Bauerndorf und seiner Einwohnerschaft oftmals zum Verhängnis, denn nicht nur Kaufmannszüge bewegten sich auf ihr, sondern vielfach auch Heerhaufen. Als Dorf war Oberlungwitz eine offene Siedlung, von keinerlei Schutz umgeben. Plünderungen, Brandschatzungen, Krankheiten, Seuchen, wie die Pest, trafen die Menschen besonders hart. Allein im Jahr 1639, mitten im Dreißigjährigen Krieg, starben 120 Personen den „Schwarzen Tod“. Auch alle folgenden Kriege und Unruhen verschonten den Ort nicht.

Der Bauer Samuel Uhlig schaffte sich 1731 den ersten Strumpfwirkstuhl an und legte damit den Grundstein für eine Reihe von Unternehmen auf diesem Gebiet. Aufgrund der ständig steigenden Einwohnerzahl, begründet durch die stetige Entwicklung der heimischen Textilindustrie, erhielt der Ort 1936 das Stadtrecht.

Der 2. Weltkrieg brachte dem Ort zwar keine materiellen Schäden, aber die Lücken in den Familien waren zahlreich. In den Apriltagen 1945 besetzten amerikanische Truppen den Ort. Sie blieben nur wenige Wochen und überließen dann den Raum sowjetischen Truppen. Mit der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 07. Oktober 1949 war die Teilung Deutschlands besiegelt und die politische und wirtschaftliche Entwicklung im Osten, so auch in Oberlungwitz, vorgezeichnet. Drei Tage später wurden der Regierung der DDR die bisherigen Verwaltungsfunktionen der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) übertragen. Damit war rein formell die Eigenständigkeit der DDR geschaffen, jedoch wurde, wie sich in den Folgejahren zeigen sollte, die Unabhängigkeit von der Sowjetunion nie erreicht und war auch nicht gewollt. 1950 wurden die Reparationsleistungen der UdSSR um 50% gesenkt.

Nach wie vor herrschte in den Folgejahren des Zweiten Weltkrieges ein großer Arbeitskräftemängel. Um diesen zu beheben, wurden mehr und mehr Frauen in die Arbeitsprozesse einbezogen. Ihre Berufstätigkeit war staatlich erwünscht und wurde in all den Jahren der Existenz der DDR gefördert. So wurden immer mehr Kinderkrippen und ab 1964 auch der Schulhort geschaffen. Die zur Verfügung stehenden Plätze konnten meist jedoch den eigentlichen Bedarf nicht decken. Schon 1948 wurde in Oberlungwitz der erste Betriebskindergarten des VEB FSO in einer Villa an der Robert-Koch-Straße eröffnet, 1961 ein weiterer Betriebskindergarten des VEB Strickwaren an der Ursprunger Straße. 1989 gab es in Oberlungwitz insgesamt drei Kindergärten, zwei Kinderkrippen und eine sogenannte Kinderkombination, das heißt ein Kindergarten und eine Kinderkrippe unter einem Dach.

In den 50er Jahren verbesserten sich auch die Dienstleistungen für die Bevölkerung, indem in den Betrieben Pausenversorgungen, Verkaufsstellen, Näh- und Schneiderstuben geschaffen wurden. 1953 wurde in der ehemaligen Färberei Steiner eine öffentliche Waschanstalt eröffnet. Mit der Einrichtung von Betriebsarztpraxen sorgten die Produktionsbetriebe für eine immer bessere gesundheitliche Betreuung ihrer Beschäftigten. Ein wichtiges Ereignis für Oberlungwitz war 1956 die Einrichtung einer Poliklinik in der ehemaligen Hörmann-Fabrik. In dieser wurde 1972 zusätzlich eine moderne Kinderarztpraxis geschaffen.

Die 50er Jahre waren auch eine Zeit des kulturellen Aufschwungs. Allein im Jahre 1952 kamen in der Turnhalle an der Erlbacher Straße, die 1949 in den Besitz der Stadt übergegangen war, drei Opern und 10 Operetten vom Crimmitschauer und Glauchauer Ensemble zur Aufführung. Der Oberlungwitzer Volkschor trat zu vielen Anlässen auf. Jede dieser Veranstaltungen war gut besucht. Auch die erste Fernsehsendung, die aus Berlin Adlersdorf am 21.12.1952 mit einem Versuchsprogramm ausgestrahlt wurde, konnte in Oberlungwitz empfangen werden. Am 25.12. begann dann die regelmäßige Ausstrahlung von Sendungen.

Nachdem Mitte der 50er Jahre keine Reparationszahlungen mehr geleistet werden mussten, zeichnete sich ein Wirtschaftswachstum ab, was sich auch in den Verkaufsstellen unseres Ortes widerspiegelte. Die bis dahin notwendigen Lebensmittelkarten wurden 1958 abgeschafft. Die Einkommen stiegen und trugen zur Verbesserung des Lebensstandards bei. In der ehemaligen Gaststätte „Zum Lamm“ wurde eine sogenannte Großverkaufsstelle der Konsumgenossenschaft eingerichtet. Das typische dabei war, dass viele Jahre geplant wurde, bevor 1965 das Vorhaben endlich verwirklicht werden konnte. Im Angebot befanden sich Schuhe, Kleidung, Kurz- und Miederwaren, Kosmetikartikel, Elektrogeräte, Schreibwaren und zeitweise sogar Küchenmöbel.

Auch das Handwerk, das während des Zweiten Weltkrieges weniger Schaden genommen hatte als die Industrie, wurde nach dem Krieg und in den 50er Jahren wieder neu belebt. Der Bedarf an Handwerksleistungen wuchs ständig, konnte jedoch oftmals aus Mangel an Material nicht vollständig befriedigt werden. Die Gründung von Produktionsgenossenschaften des Handwerks (PGH) war keine echte Verbesserung, denn die nach wie vor privaten Handwerker wurden bei vielen Leistungen benachteiligt, um sie somit zu veranlassen, ja zu zwingen, in eine der PGHs einzutreten. Damit wurden immer mehr Privatinitiativen unterdrückt und die Gewerbestruktur auf diesem Gebiet mehr und mehr zerstört.

In der DDR ist es in den 40 Jahren ihres Bestehens nie gelungen, auf dem Dienstleistungssektor jemals einen befriedigenden Zustand herzustellen. Das, was der Zweite Weltkrieg im Rahmen der gewerblichen Infrastruktur nicht „geschafft“ hatte, geschah in der Zeit der DDR. Nicht nur Handwerksbetriebe gaben auf, sondern eine Vielzahl der vormals in Oberlungwitz ansässigen Geschäfte und Gaststätten wurden geschlossen. Immer wieder entstanden neue Versorgungslücken. Man ließ sich aber etwas einfallen. Ein besonderes Beispiel dafür ist die Erfindung der Malimo-Technik durch Prof. Mauersberger aus Limbach-Oberfrohna. Sie geht in die Geschichte der Textilindustrie ein. Durch sie wurde der Handel nicht nur mit Hand-, Bade- und Geschirrtüchern versorgt, sondern auch mit Bettlaken, Gardinen und Auslegeware.

Trotz mancher Fortschritte und Verbesserungen war eine große Anzahl der Bevölkerung unzufrieden mit dem wirtschaftlichen und vor allem politischen System. Die SED setzte unter Anleitung und Führung der Sowjetunion ihren Führungsanspruch zielstrebig und uneingeschränkt durch. Zwar gab es auch einen sogenannten demokratischen Block, jedoch spielte die SED, so auch in Oberlungwitz, die führende Rolle, an der sich alle zu orientieren hatten. Wahlen wurden zu einer routinemäßigen Stimmenabgabe für eine Einheitsliste und somit zu einem mehr oder weniger erzwungenen Bekenntnis zu Staat und Partei. Am 17. Juni 1953 erhoben sich große Teile der Bevölkerung, vor allem in den Städten, gegen das kommunistische Regime. Mit Hilfe der Sowjetarmee wurde dieses Aufbegehren brutal niedergeschlagen. Die Unzufriedenheit aber hielt beständig an. Nachdem viele „über Nacht“ in den Westen gingen oder von Besuchsreisen nicht zurückkehrten, veranlasste die Führung der DDR am 13. August 1961, den Ostteil Berlins abzuriegeln und die „Mauer“ zu errichten. Gleichzeitig wurde die gesamte Westgrenze undurchlässig gemacht, Stacheldraht, Schießbefehl und Minengürtel verhinderten die Flucht. Auch Oberlungwitzer Bürger kamen an der innerdeutschen Grenze ums Leben. Jedoch führte die Sicherung der Staatsgrenze zur eigenen Isolation der DDR.

Aber auch in den 60er Jahren war eine Verbesserung des Lebensstandards der Bevölkerung zu verzeichnen, die jedoch mit dem Entwicklungstempo Westdeutschlands in keiner Weise mithalten konnte. Nachdem ein Großteil der Oberlungwitzer Betriebe in den 40er und 50er Jahren in sogenanntes Volkseigentum überführt worden war und fast das gesamte Wirtschaftssystem auf der Grundlage einer staatlich regulierten Planung arbeitete, kam es im Jahre 1972 zur endgültigen Enteignung der bis dahin noch als sogenannte halbstaatliche Betriebe arbeitenden Firmen. Dies betraf in Oberlungwitz zum Beispiel die Firmen W. F. Bahner, Otto Kunze KG, Theodor Lindner KG sowie Georg Mugler, Moritz Flechsig und Richard Löffler. Damit war der Einfluss der SED auch auf diese Betriebe nahezu uneingeschränkt ausgedehnt worden.

Auch eine Neuorientierung der gesellschaftlichen Entwicklung zu Beginn der 70er Jahre konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wirtschaftliche Entwicklung in der DDR den vorhandenen Ansprüchen der Bevölkerung nicht entsprechen konnte. Dennoch bleibt festzustellen, dass der Sozialismus in der DDR den wohl höchsten Lebensstandard garantierte, der in den sogenannten Ost-Block-Staaten zu verzeichnen war. Die Bevölkerung orientierte sich aber immer in Richtung Westen, wodurch eine ständige Unzufriedenheit herrschte, die nur mit politischem Zwang unterdrückt werden konnte. Große Probleme gab es auch bei der Versorgung der Bevölkerung mit dringend benötigtem Wohnraum. 1958 wurde der Versuch unternommen, an der Robert-Koch-Straße zwei Sechs-Familienhäuser in Lehmbauweise zu errichten, die sogenannten „Lehmhäuser“. Da es bei dieser Bauweise mehr oder weniger um ein Experiment ging und die Erfahrung fehlte, verursachte ein zweimaliger Einsturz einen Schaden von 10.000 Mark und verzögerte die Baumaßnahme erheblich. Heute gehören diese Gebäude zum Stadtbild und verkörpern ein kleines Stück Geschichte. 1962 wurde die Siedlung des Friedens mit 102 Wohnungen fertiggestellt, eine Baumaßnahme der Arbeiterwohngenossenschaft AWG. Viele Leistungen erbrachten die Mitglieder der Genossenschaft und die späteren Bewohner selbst. Nachdem 1978 ein Neubaublock mit 4 Wohneinheiten an der Robert-Koch-Straße bezogen werden konnte, wurde 1983 auf dem gemeinsamen Komplexstandort Oberlungwitz-Gersdorf ebenfalls an der Robert-Koch-Straße das damals größte Oberlungwitzer Neubaugebiet mit insgesamt 587 Wohnungen in Großplattenbauweise realisiert. Dazu kamen eine Kinderkombination mit 144 Kindergarten- und 72 Krippenplätzen, ein altersgerechter Wohnblock und eine Kaufhalle. Es wurden aber auch Eigenheimstandorte ausgewiesen, so dass einzelne Familien mit sehr viel Eigenleistungen ein Einfamilienhaus oder eine Doppelhaushälfte errichten konnten. Wenngleich die finanzielle Unterstützung des Staates dazu hervorragend war, gab es immer wieder große Probleme bei der Materialbeschaffung. Der erste Eigenheimstandort befand sich im Bereich Vater-Jahn-Straße und Turnerstraße, wo insgesamt 24 Baugrundstücke durch die Stadt zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt wurden.

In 40 Jahren DDR wurde wenig zur Erhaltung und Verbesserung der Infrastruktur in Oberlungwitz getan. Die finanziellen Mittel für Straßen- und Brückenbau reichten nicht, um den natürlichen Verschleiß auszugleichen und die notwendigsten Instandhaltungs-maßnahmen durchzuführen. Außerdem fehlte es an Material und Baufirmen.

In der DDR gab es ein nahezu vorbildliches Schulsystem. Auch in Oberlungwitz gab es zwei polytechnische Oberschulen, die Pestalozzi-Oberschule und die Humboldt-Oberschule. Von der 1. bis zur 10. Klasse wurden die Schüler ausgebildet, um mit der sogenannten mittleren Reife die Schule zu verlassen und mit einer guten Allgemeinbildung in eine berufliche Ausbildung überzuwechseln. Leistungsmäßig überstarke Schüler konnten ab dem 9. Schuljahr die Erweiterte Oberschule, die sich für Schüler aus Oberlungwitz in Lichtenstein befand, besuchen. Voraussetzung dabei waren aber außer guten schulischen Leistungen auch die Mitgliedschaft in der Freien Deutschen Jugend (FDJ), Teilnahme an der Jugendweihe und eine zumindest nach außen hin positive Einstellung zum sozialistischen Staat.

Die sozialen Verhältnisse der DDR waren sehr gut geordnet. Es gab keine Arbeitslosigkeit, jeder bekam eine Lehrstelle. Der tägliche Grundbedarf, wie Lebensmittel, Wasser, Energie und Wohnraum wurde zu überaus niedrigen Preisen zur Verfügung gestellt. Andererseits aber wuchsen die Ansprüche an darüber hinausgehende „Bedürfnisse“ ständig, konnten jedoch immer weniger befriedigt werden. Es entstand eine Diskrepanz zwischen der Kaufkraft der Bevölkerung und den zur Verfügung stehenden Warenangeboten. Das führte bei sogenannten Luxusartikeln zu Überpreisen, und dennoch konnte die Nachfrage keineswegs befriedigt werden.
Das wiederum hatte zur Folge, dass die in der Bevölkerung vorhandenen Geldmittel nicht mehr mit Waren gedeckt werden konnten und führte zu immer größeren wirtschaftlichen Problemen. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung wuchs, vor allem auch hervorgerufen durch die politische Situation im Lande. Die SED lenkte von ihren Problemen dadurch ab, dass sie der Bevölkerung klarzumachen versuchte, dass das kapitalistische Wirtschaftssystem keinen Bestand haben wird. Die Ereignisse des Herbstes 1989 aber bewiesen das Gegenteil. Nach 40 Jahren war die DDR wirtschaftlich und finanziell, aber eben auch politisch am Ende. In einer friedlichen Revolution machte die Bevölkerung klar, dass sie mit der Herrschaft der SED nicht mehr einverstanden war, was letztendlich zur Auflösung der DDR führte. Es kam zu dramatisch ansteigenden Massenabwanderungen vorwiegend jüngerer Bürger. Viele Oberlungwitzer Einwohner verließen ihren Heimatort, auch nach Öffnung der Grenzen am 9. November 1989. Der Wunsch nach Reisefreiheit war somit in Erfüllung gegangen, doch zur Verwirklichung fehlte noch die D-Mark. Die Währungsunion wurde am 1. Juli 1990 Realität. Das Geld eines ruinierten Landes wurde gegen die „harte“ Währung eines wohlhabenden Nachbarlandes ausgetauscht. Am 3. Oktober 1990 wurde Deutschland wieder vereint durch eine in allen Belangen friedliche Revolution.
Im Jahre 1992 verließen die letzten russischen Soldaten und Panzer die Garnison der Stadt. Die GUS-Liegenschaft geht in das Bundesvermögen über.

Noch im gleichen Jahr begann in Oberlungwitz die Grundsteinlegung für ein neues Einkaufszentrum in der Stadtmitte, welches bereits ein Jahr später seine Tore öffnete. An der Hirschbrücke wurde die neueste Lichtsignalanlage mit Induktionsschleifen installiert. Der erste Bauabschnitt der Bachsanierung des Lungwitzbaches wurde in Angriff genommen.

1993 wurde das Gebiet „Hirschgrund“, welches damals bei der Rodung des Miriquidiwaldes durch die Siedler verschont blieb, zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Der im November des Jahres durchgeführte Bürgerentscheid zur Städtezusammenlegung Hohenstein-Ernstthal, Oberlungwitz und Wüstenbrand hatte zum Ergebnis, dass alle Kommunen ihre Eigenständigkeit behielten.

1994 begann die Erschließung des Gewerbegebietes „Am Sachsenring“ zur Förderung der Ansiedlung von Gewerbetrieben und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. In den Folgejahren eröffnen in Oberlungwitz viele neue Geschäfte, Vereine gründen sich, Straßen werden saniert, Wohngebiete entstehen.

Heute ist Oberlungwitz eine kleine Industriestadt mit ca. 7000 Einwohnern, bekannt als „Strumpfstadt Oberlungwitz“ aufgrund ihrer traditionsreichen Textil- und insbesondere Strumpfindustrie und nicht zuletzt auch aufgrund der Eintragung in das Guinnessbuch der Rekorde im Jahre 2000.